
Ambitoniert, allerdings auch mit etlichen Längen.... - Cronicas - Das Monster aus Babahoo ist angelehnt an die wahre Geschichte des Kindermörders Pedro Lopez, der in die Kriminalgeschichte als das Monster der Anden, einging. Sebastian Cordero drehte 2004 in Ecuador diesen Thriller, der dann auch als Beitrag seines Landes ins alljährliche Oscarrennen um den besten fremdsprachigen Film ging, leider schaffte er es nicht zu einer der 5 Nominierungen.Die bereits etablierten Regiekollegen Alfonso Guaron und Guillermo del Toro unterstützten als Produzenten den Film.Der etwas selbstverliebte Reporter Manolo Bonilla (John Leguizamo) berichtet mit seinen beiden Kollegen aus dem armen Ort Babahoyo. Dort sind ebenfalls sehr viele Kinder verschwunden, drei von ihnen konnten tot geborgen werden. Auf der Beerdigung der Drei kommt es zu einem tragischen Unfall, der zuerst wenig mit dem Monster von Babahoyo zu tun hat. Ein Junge gerät vor das Auto des Bibelvertreters Vinicio (Damián Alcázar) und ist sofort tot, tragischerweise handelt es sich um den Zwillingsbruder eines der Opfer des Monsters. Die Situation ist aufgeladen und eskaliert als die wütende Menge fälschlicherweise annimmt, dass der Unglücksfahrer einen Fluchtversuch unternehmen möchte. Vor den Augen der machtlosen Polizei und der Kamera des Fernsehteams von Manolo, hat sich der Mob, angeführt vom Vater der toten Kinder, entschlossen, den Mann lebendig zu verbrennen. In letzter Sekunde kann die Katastrophe verhindert werden...Zu allem Unglück werden auch noch beide Männer in dasselbe örtliche Gefängnis gesperrt wird, daher muss der Vertreter, der draussen eine besorgte Frau und einen kleinen verzweifelten Sohn hat, weiterhin um sein Leben bangen. Er sieht seine einzige Chance in dem Reporter Manolo und tischt ihm eine Story über dieses Monster von Babahoyo auf, Mit Hintergrundkenntnissen, die er nur wissen kann, wenn er den Serienmörder kennt oder er selbst dieses Monster ist. Der Reporter wittert die Chance seines Lebens.....Das Team steht irgendwann im Laufe der Handlung vor der Entscheidung zwischen der Story ihres Lebens und moralischen Wertvorstellungen, die uns zu verantwortungsvollen Menschen machen. Ein weiterer interessanter Film aus Lateinamerika, der Filmregion der Stunde. Mit einem überaus ambitionierten und interessanten Thema, weit weniger eine weitere Serienkiller-Variante, eher eine bittere Kritik über den heutigen Sensations-Journalismus.Der Film präsentiert spröde Bilder aus einer Region der Erde, in der grosse Armut herrscht und kann mit realistischen Locations punkten.Leider ist die Dramaturgie schwach. Ausser einigen recht gelungenen und eindringlichen Sequenzen (beispielsweise die Szene mit dem entfesselten Lynchmob oder aber auch einige Szenen des Vertreters im Gefängnis beim Interview mit Journalisten) gibt es leider doch einige Hänger und Längen. Vor allem das Hin- und Her, ob man jetzt das Interview kriegt oder nicht...sind Schwächen, die eine richtig starke und suggestive Kraft verhindern. Stärken, die zwar viele Kritiker diesem Film bescheinigt haben, die er jedoch leider nach meinem Empfinden nicht durchgehend hat. Er wirkt insgesamt leider unausgegoren.
Typisch Leguizamo!! - Also dieser Film geht unter die Haut und weiss mit realistischen und harten szenen zu berührern. Unterstützt wird der wirklich harte Film von den guten Darstellern,die wirklich viel zur Atmosphäre beitragen. Wenn man das Monster schauspielern sieht...bekommt man wirklich angst vot dieser darstellung,weil sie so überzeugend rüberkommt..Das ist kein Film für einen schönen abend..sondern ein Film der schockt...ein Film der unter die HAUT geht und in allen Belangen begeistern kann.Die die sich über das Ende aufregen können auf der dvd ein alternatives ende finden...Die dvd ist gut gelungen...und bietet untertiteltes bonusmaterial..^^
HINTERHÄLTIG UND KALT - Ich habe mit dem typischen Thriller gerechnet, in dem John Leguizamo wieder die schlechten Karten abbekommt. Ich habe mit allem gerechnet nur nicht mit dieser Geschichte. Sie ist kalt und gandenlos und man bleibt als Zuschauer mit einem hohlen Gefühl im Magen zurück. Besonder, wenn man danach liest, daß es nach einer wahren Begebenheit gedreht ist.Einer der wenigen Filme, bei denen ich da saß und zum Schluß dachte: Jetzt mach bloß nicht Schluß.Ich erzähl nichts zur Geschichte, einfach darauf einlassen. Auf jeden Fall nichts für zarte Seelen. Der Anfang ist heftig, danach wird es ruhiger und die Grausamkeit passiert im Inneren. Wir werden als Zuschauer vor Fakten gestellt, und diese Fakten können wir nicht ändern. Hilflosigkeit pur tritt ein. Am besten den Film auf Spanisch und mit den deutschen Untertiteln sehen.